TV-SESSIONS UND

EIN GROSSER TRAUM

Erstmals geht das Saison-Finale der besten acht Spieler in Turin über die Bühne, erstmals seit 2016 kann ich das Masters leider nur als Fan verfolgen. Keine Frage, das tut natürlich weh. Umso schöner sind meine Erinnerungen an die ATP Finals.

2016 hatte ich mein Debüt in London gefeiert, gegen Gael Monfils meinen ersten Sieg bei der inoffiziellen Tennis-WM gefeiert. Das vergisst man nicht!

2019 und 2020 erreichte ich das Endspiel, gegen Stefanos Tsitsipas und Daniil Medwedew musste ich mich aber jeweils in drei Sätzen knapp geschlagen geben. Insgesamt blicke ich auf schöne Momente, packende Matches und wirklich ergreifende Emotionen zurück.

Der Schauplatz wechselte von London nach Turin, die Bedeutung des Masters wächst und wächst. Dieser Tennis-Höhepunkt zum Jahresende ist ein Leckerbissen für alle Fans. Ich werde in den nächsten Tagen die Spiele im TV verfolgen, tippe auf Novak Djokovic oder Medwedew – beide haben für mich die allerbesten Chancen, das wird extrem interessant.

Ich arbeite weiter konzentriert an meiner Rückkehr, mache täglich kleine Fortschritte. Überstürzen werde ich nach dieser Verletzung definitiv nichts, dennoch freue ich mich extrem auf mein altes Tour-Leben. Mein gewohnter Tennis-Rhythmus geht mir bereits ab. Das Masters 2022 wäre natürlich ein großer Traum, doch das wird ein extrem langer und steiniger Weg.

Viel Spaß bereitet mir ein vorbildhaftes Projekt der ATP. Die Spielervereinigung engagiert sich für den Schutz unseres Planeten – auf diese langfristige Aktion können wir alle stolz sein. Der Klimawandel wirkt sich auf jeden aus, das bekommen wir Profis hautnah bei allen Turnieren auf der ganzen Welt mit. Ich kann jedem nur ans Herz legen – engagiert Euch, wo immer ihr könnt. Zusammen können wir unglaublich viel Positives bewirken.

Euer