TRAUM HEISST

NEW YORK

Keine leichte Zeit. Zwei Wochen muss ich noch eine Schiene tragen, dann wird eine MR-Untersuchung für ein Update sorgen. Der Heilungsprozess beim Handgelenk verläuft sehr positiv, definitiv besser als erwartet. Natürlich muss ich abwarten, alles in Ruhe auskurieren, aber ich hoffe heimlich, dass sich vielleicht doch ein Start bei den US Open ausgehen könnte. In New York als Titelverteidiger dabei zu sein, wäre ein Traum. Doch ich darf auch nicht enttäuscht sein, wenn es nicht klappen sollte.

An der Fitness sollte es jedenfalls nicht scheitern – seit Anfang dieser Woche ziehe ich ein ordentliches Programm durch, in diesem Fall geht es endlich  aufwärts.
Genossen habe ich am letzten Sonntag den Grand Prix in Spielberg.  Ich war zum dritten Mal bei der Formel 1 dabei, langsam wachse ich in diese komplizierte Materie hinein. Je mehr man sich mit diesem Thema beschäftigt, desto interessanter wird es. Beeindruckend war natürlich das Umfeld. Erstmals seit den Australian Open habe ich wieder ein halbwegs normales Sportereignis erlebt, die vollen Tribünen haben extrem lässig ausgeschaut. Eine unfassbare Stimmung, für die vor allem die Tausenden Fans aus Holland  gesorgt haben. Wieder einmal hat man gesehen, wie gut Emotionen dem Sport tun. Auf dem Red Bull Ring traf ich neben Sebastian Vettel und Pierre Gasly übrigens auch Deutschlands Teamspieler Timo Werner. Er hat mich über Tennis ausgefragt, ich konterte mit vielen Fußball-Fragen. Ein richtig netter und offener Kerl, der sich auch richtig für Tennis interessiert. Ein sympathischer Sport-Talk, der für mich die große Show in Spielberg perfekt abrundete.

Euer