MIT EINEM ROLLER

BEIM KOLOSSEUM

3:6, 7:6, 6:0 gegen Marton Fucsovics! Die Umstellung von der Höhenlage aus Madrid aufs Meeresniveau in Rom war nicht einfach, aber es hat geklappt. Nach diesem Sieg zum Auftakt kann ich nur happy sein. Marton war in den ersten beiden Sätzen ein ganz harter Gegner, spielte wirklich gut und machte mir das Leben schwer. Bei gewissen Schlägen fehlte mir noch das Timing, Vor- und Rückhand könnten noch mehr Power haben. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau, meine Entwicklung passt. Ich habe richtig gut gekämpft, das 6:0 im dritten Satz hat mir gezeigt, dass die Mühen nicht umsonst waren.

Die Belohnung nach meinem ersten Sieg in Rom seit 2017? Ein kurzer Spaziergang durch die „ewige Stadt“. Auch in Italien müssen alle Tennis-Crews in einer Blase leben, die Voraussetzungen hier sind aber zumindest ein bisschen lockerer. Die Spieler dürfen täglich für eine Stunde das Hotel verlassen, Besuche in Lokalen oder Restaurants sind jedoch strikt verboten. Mit Bruder Moritz habe ich mir eine lustige Alternative einfallen lassen – mit einem Roller fahren wir rund ums Kolosseum herum, so können wir zumindest für ein paar Momente das italienische Lebensfeeling genießen. Und am Donnerstag freue ich mich auf eine laute Stimmung. Fans dürfen ins Stadion, ich erwarte auf dem Centercourt gegen Lokalmatador Lorenzo Sonego einen Tennis-Hexenkessel. Das Publikum kehrt langsam zurück, da blüht mein Herz auf.

So wie letzten Sonntag in Barcelona. Da machte ich nach dem Semifinal-Aus in Madrid einen spontanen Boxenstopp bei der Formel 1 in Barcelona. Erstmals hautnah in der Königsklasse des Motorsports dabei, ich war wirklich beeindruckt.

Euer