MEIN TENNIS-

WOHNZIMMER!

Ich melde mich zurück. Live aus der künstlichen „Hotel-Blase“ aus der Wiener Innenstadt. . .

Ein kleines Jubiläum. Zum zehnten Mal bin ich in Wien im Hauptbewerb dabei, heuer greife ich erstmals als Titelverteidiger an. Die Emotionen nach meinem Sieg 2019 werde ich nie vergessen – wunderschön und einzigartig. Ein richtiger Gänsehautmoment! Dieser Pokal hat bei mir einen besonderen Stellenwert, Wien bedeutet mir einfach extrem viel. Als Kind hatte ich mit Freunden auf dem zweiten Rang Stefan Koubek und Jürgen Melzer angefeuert, als Teenager gewann ich gegen Thomas Muster im „Duell der Generationen“. 6:2, 6:3 im Oktober 2011 – mein erster Sieg vor ausverkauftem Haus auf der ATP-Tour. Irre, wie die Zeit in meinem Tennis-Wohnzimmer vergeht.

Eines steht fest: Die Stadthalle erlebt heuer ein Spektakel. Stars, Stars, Stars – jedes Match ist ein Knaller. So stark war dieses 500er-Turnier noch nie besetzt, ich pralle in der ersten Runde auf Kei Nishikori. Das sagt einiges aus.

Die Vorbereitung auf die Stadthalle verlief abwechslungsreich. Ich habe viel Tennis in der neuen Akademie meines Vaters in Traiskirchen gespielt, dazwischen absolvierte ich einige P.R.-Termine. Kurios: Ein Fotograf der L’Équipe flog für ein Titelseiten-Shooting extra nach Österreich, nach 15 Minuten war die Fotosession in Traiskirchen erledigt. Eine weite Anreise für einen kurzen Termin. Respekt!

Apropos Foto. Da habe ich auch ein besonderes mit Novak Djokovic im Kasten. Die Nummer eins der Welt hatte meinen Preisgeld-Scheck für meinen Sieg in Belgrad im Gepäck, die komplette Summe spende ich an das St. Anna Kinderspital und eine gute Bekannte.

Alles Liebe,

Euer