LONDON

RUFT!

Kein ruhiger Herbst – die letzten zwei Wochen hatten es in sich. Nach dem Aus im Viertelfinale bei meinem Heimturnier in der Wiener Stadthalle kurierte ich meine Verletzung an der Fußsohle aus. Zwei, drei Tage runter vom Gas, dann startete ich mit der Vorbereitung auf das Saison-Finale in der Londoner O2-Arena.

In einer Woche, wo mir Tausende Gedanken durch den Kopf gingen. Mein Trainer Nicolas Massu erlebte die fürchterliche Terror-Attacke in Wien quasi hautnah mit, war in der Nähe des Amoklaufs in einem Lokal essen und bis halb drei Uhr Früh eingesperrt. Eine Terrorattacke, die die ganze Welt schockte. Plötzlich stand das Leben in Österreich still. Sehr, sehr traurig.

Nicht gerade lustig ist auch die Corona-Situation in Österreich. Dennoch werden am Dienstag die „Sportler des Jahres“ gekürt. Natürlich ohne Publikum, ohne Medien-Tamtam und mit vielen Sicherheitsmaßnahmen. Mit Bruder Moritz bin ich bei der TV-Show dabei, mein letzter Auftritt in Österreich vor dem Masters in England.

Denn am Mittwoch fliege ich bereits mit meinem Mini-Team nach London. Das letzte Ziel 2020, die Erinnerungen ans Vorjahr sind gut. In den Gruppenspielen hatte ich Roger Federer und Novak Djokovic geschlagen, im Semifinale Alexander Zverev besiegt. Dann folgte im Endspiel ein 6:7 im dritten Satz gegen Stefanos Tsitispas. Nur wenige Punkte entschieden zwischen Himmel und Hölle in der Tenniswelt…

Euer